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USA · Zölle· 2 Min. Lesezeit

US-Zölle im Oktober 2026: Was für Waren aus China und der EU gilt

2026 haben sich die US-Zölle dreimal geändert. Hier steht, was heute gilt und was Importeure aus China und Europa zahlen.

US-Zollbeamter leitet einen Lkw mit Container zur Kontrolle im Hafen von Los Angeles
Foto: James Tourtellotte, U.S. Customs and Border Protection · public domain
+12,5 %China: neuer Zoll seit 24. Juli
10 %EU: Mindestsatz zusammen mit dem Grundzoll
36,5 %T-Shirts aus China derzeit
0 %Einfuhrumsatzsteuer in den USA

Was gekippt wurde

  • Am 20. Februar hat der Supreme Court die Zölle nach dem Notstandsgesetz IEEPA aufgehoben – die „reziproken“ Zölle von 2025 und die „Fentanyl“-Zölle auf China.
  • Ersetzt wurden sie durch einen befristeten Zuschlag von 10 % nach Section 122. Der Kongress hat ihn nicht verlängert, am 24. Juli ist er ausgelaufen.
  • Bereits gezahlte IEEPA-Zölle werden erstattet: Die US-Zollbehörde CBP hat den Großteil der Anträge bearbeitet, seit 6. Oktober läuft die dritte Antragsphase.

Was seit 24. Juli gilt

Ein neuer Zoll nach Section 301 – dafür, dass ein Land die Einfuhr von Waren aus Zwangsarbeit nicht verbietet. Betroffen sind 60 Länder, es gibt zwei Sätze: 10 % und 12,5 %.

  • China: +12,5 % auf alle Waren, zusätzlich zum Grundzoll.
  • Europäische Union: Der Zoll hebt den Gesamtsatz auf 10 %. Liegt der Grundzoll schon bei 10 % oder mehr, kommt nichts hinzu.
  • Kasachstan steht ebenfalls auf der Liste, +12,5 %.
  • Ausnahmen: rund 2.100 Codes für alle Länder (teils nur für zivile Luftfahrt oder Pharma) und eine eigene Liste für die EU.
  • Waren unter Section-232-Zöllen (Stahl, Aluminium, Kupfer, Autos und Teile, Möbel und Holz, Lkw, Chips) sind von diesem Zoll ausgenommen – für sie gelten eigene Sätze von 10 bis 50 %, für patentierte Arzneimittel bis 100 %.

Die alten China-Zölle bleiben

Die Section-301-Zölle von 2018–2019 gelten weiter: 25 % auf die Listen 1–3, 7,5 % auf Liste 4A. 2024 wurden einzelne Sätze auf 50–100 % angehoben (E-Autos, Halbleiter, Medizinprodukte). Im Oktober 2026 hat die USTR diese Maßnahmen beibehalten. Der neue Zoll von 12,5 % kommt obendrauf.

Ende September haben sich die USA und China auf niedrigere Zölle für 77 Warengruppen geeinigt (Spielzeug, Christbaumschmuck, Geschirr, Heimtextilien). Die Senkung gilt erst, wenn beide Seiten sie rechtlich umgesetzt haben.

Was das in Zahlen heißt

WareGrundzoll301 ChinaZwangsarbeitGesamt
Baumwoll-T-Shirts, China16,5 %7,5 %12,5 %36,5 %
Holzmöbel, China0 %25 %12,5 %37,5 %
Ledertaschen, Italien9 %—1 %10 %
Kosmetik, Frankreich0 %—10 %10 %

Prozent vom Warenwert. Polstermöbel und Küchenschränke fallen unter Section 232 mit anderen Sätzen.

Was noch zu beachten ist

  • In den USA wird der Zoll auf den Warenwert ohne internationale Fracht und Versicherung erhoben – anders als in der EU.
  • Zollgebühren: MPF 0,3464 % des Werts (seit 1. Oktober mindestens 34,58 $, höchstens 670,86 $) und HMF 0,125 % bei Seefracht.
  • Eine Einfuhrumsatzsteuer gibt es in den USA nicht. Die Sales Tax fällt beim Verkauf an, nicht beim Zoll.

Stand 14.10.2026, ohne Gewähr. US-Zölle ändern sich häufig: Prüfen Sie den Satz für Ihren vollständigen Code vor Vertragsschluss mit einem Zollbroker.